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Der Verein

Arbeitskreis "Neue Wohnformen"

Arbeitskreis „NEUE WOHNFORMEN“  

Um Hilfsmöglichkeiten zu bündeln und Anbieter zu vernetzen, das bestehende Angebot zu verbessern und mögliche Versorgungslücken zu schließen, sind unter dem Dach von Pro Senioren Rosenheim e.V. verschiedene Arbeitskreise entstanden.   Der Arbeitskreis „NEUE WOHNFORMEN“ besteht seit August 2008 und trifft sich mehrmals im Jahr. Zur Mitarbeit sind alle Mitglieder von  Pro Senioren Rosenheim e.V. eingeladen, die sich für dieses Thema engagieren.   Geleitet wird der Arbeitskreis von Frau Dipl. Ing. (FH) Christine Degenhart, Architektin, Innenarchitektin und freie Mitarbeiterin in der Beratungsstelle Barrierefreies Bauen der Bayerischen Architektenkammer sowie vertretungsweise von Herrn Paul Rothenfußer, Vorstand und Geschäftsführer der Jacob und Marie Rothenfußer-Gedächtnisstiftung München.    In den vergangenen Jahren entwickelten sich unterschiedlichste Modelle zu neuen Wohnformen. Einer der Auslöser dieser Prozesse ist der Wunsch älterer Menschen, auch im Alter selbstbestimmt leben zu können. Das tradierte Familienbild, in dem eine Betreuung Pflegebedürftiger durch Angehörige im Vordergrund steht, geht nach und nach verloren. Gegenseitige Unterstützung im nachbarschaftlichen Umfeld oder im Freundeskreis gewinnen an Bedeutung. Die volkswirtschaftlichen Aspekte der überalternden Gesellschaft veranlassen nicht nur öffentliche Leistungsträger über alternative Wohnformen nachzudenken. Das Wohnen im Alter ist zu einem großen gesellschaftlichen Thema geworden. Der Arbeitskreis „NEUE WOHNFORMEN“ des Vereins Pro Senioren Rosenheim e.V. hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, die Wohnsituation älterer Menschen in Rosenheim zu verbessern und die Öffentlichkeit dafür zu sensibilisieren. Lebensqualität gepaart mit Finanzierbarkeit – unter dieser Prämisse wurden im Rahmen des Arbeitskreises „NEUE WOHNFORMEN“ erste Überlegungen angestellt und vorhandene Strukturen analysiert unter ganz konkreter Bezugnahme auf die Stadt Rosenheim und deren Bewohner.   So wurde z.B. im Rahmen einer Bestandsaufnahme der alten- bzw. seniorengerechte Wohnraum in Rosenheim durch Befragung von ansässigen Wohnbaugesellschaften insbesondere der GRWS -Wohnungsbau- und Sanierungsgesellschaft der Stadt Rosenheim mbH, Immobilienmaklern, Hausverwaltungen, Architekten und des Bauverwaltungs- und Bauordnungsamtes der Stadt Rosenheim ermittelt.   Für den Arbeitskreis „NEUE WOHNFORMEN“ war es wichtig, die Sichtweisen und Erfahrungen aller an dem komplexen Thema Wohnen Beteiligten in die Überlegungen mit einzubeziehen. Im Oktober 2009 fand deshalb ein Gespräch am Runden Tisch zum Thema „Wohnen im Alter“ mit Vermietern und Bauträgern statt. Die Vermieter und Bauträger schilderten aus ihrer Sicht die aktuelle Wohnsituation und die Wohnwünsche der älteren Menschen.   Um auch die „Gegenseite“ zu beleuchten, plante die Arbeitsgruppe einen weiteren Runden Tisch  mit Vertretern aus dem Personenkreis der „Nachfrager“, die noch auf der Suche nach der richtigen Wohnform im Alter sind bzw. Konzepte für neue Wohnformen aufbauen. Dieser 2. Runde Tisch wurde im November 2010 durchgeführt und folgende Fragestellungen erörtert: Wie ist die Klientel aufgestellt? Was erlebt ein Fachberater in Rosenheim? Wie sieht es mit der Veränderungsfreudigkeit in Rosenheim aus? Welche Szenarien könnten für Pro Senioren entwickelt werden? Ist eine Unterstützung für Wohngemeinschaften denkbar?   Die Erkenntnisse aus beiden runden Tischen wurden zusammengeführt, um Übereinstimmungen oder Abweichungen feststellen zu können.   Ebenfalls im November 2010 bot Pro Senioren Rosenheim e.V. in Kooperation mit der Behindertenbeauftragten der Stadt Rosenheim ein gebührenfreies Seminar für Handwerker und Gebäudeinstandhalter zum Thema „Neubau, Umbau, Instandhaltung - Barrierefreiheit geht ganz leicht“ an. Referenten aus unterschiedlichen Fachbereichen bezüglich Fördermaßnahmen, Technik und Gestaltung informierten zum Thema Barrierefreiheit.   Im Zuge der Analysen wurde über die Erstellung eines Leitfadens oder die Einbindung anderer Kommunikationsmöglichkeiten diskutiert und eine Artikelserie im OVB angeregt. Begriffe wie „rechtzeitiges Handeln“, „Selbstbestimmung“ und „Lebensstil“ kristallisierten sich als Grundtenor heraus.

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OVB-Artikelserie "Wohnen im Alter"

Selbstbestimmt alt zu werden und möglichst lange in den eigenen vier Wänden bleiben zu können, das wünscht sich die große Mehrheit der Seniorinnen und Senioren. Gemeinsam mit den OVB-Heimatzeitungen stellte der Arbeitskreis "Neue Wohnformen" in einer Artikelserie wöchentlich neue Modelle und Denkansätze für das Wohnen im Alter vor.
Hier können Sie die folgenden Artikel lesen:

09.08.12     "Vom Glück, selbstbestimmt zu leben"
16.08.12     "Gemeinsam statt einsam"
23.08.12     "Wohnen mit Netz"
30.08.12     "In jungen Jahren für das Alter bauen"
06.09.12     "Stolperfalle Lieblingsteppich"
13.09.12     "Einen alten Baum verpflanzt man doch"
21.09.12     "Häuslich leben mit Demenz"
27.09.12     "Vielfältig und frei - auch im Alter"

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