Schriftgröße ändern
A A A

Demenz

Demenz

Die folgenreichste und häufigste Erkrankung im Alter ist die Demenz. Da die Zahl der hochaltrigen Menschen in den nächsten Jahren deutlich ansteigt, wird auch die Zahl der demenziell Erkrankten zunehmen.
Demenz ist ein Oberbegriff für Krankheitsbilder, die mit einem Verlust von geistigen Funktionen einhergehen. Das Denken, das Erinnern, der Orientierungssinn, die Urteilsfähigkeit und das Verknüpfen von Denkinhalten sind dadurch betroffen, was dazu führt, dass der Alltag mit seinen täglichen Aktivitäten nicht mehr selbstständig bewältigt werden kann.

Viele der Demenzkranken leben in privaten Haushalten und werden von Angehörigen betreut und gepflegt. Den Angehörigen wird hierbei viel Engagement abverlangt. Für sie bedeutet dies oft Verzicht auf Freizeit, Aufgabe von Beruf oder Hobbies, weniger Kontakte mit Freunden und Bekannten. Diese schwere Aufgabe kann und muss aber niemand auf Dauer alleine erfüllen, da es auch im Sinne der Erkrankten ist, sich die eigenen Kräfte einzuteilen und frühzeitig Beratung und Entlastungsmöglichkeiten in Anspruch zu nehmen.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie z.B. auf folgenden Internetseiten: Bundesministerium für Gesundheit oder Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. .

Ein Krankenhausaufenthalt bedeutet für demenzkranke Menschen und deren Angehörige eine schwierige Ausnahmesituation. Angehörige sollten sich auf eine Krankenhauseinweisung vorbereiten, indem sie bereits im Vorfeld für das Krankenhauspersonal wichtige Informationen schriftlich zusammentragen. Einen Musterinfobogen gibt es unter:
www.deutsche-alzheimer.de (Informationsblätter und weitere Downloads).

Leistungen der Pflegeversicherung

 

Die Leistungen aus der Pflegeversicherung sind eine wichtige Unterstützung für Betroffene und pflegende Angehörige. Eine Zusammenfassung über die jeweiligen Unterstützungsmöglichkeiten finden Sie in der Broschüre "Alle Leistungen zum Nachschlagen" des Bundesministeriums für Gesundheit.

Hier erhalten Sie einen Gesamtüberblick zu allen wichtigen Leistungen, wie z.B.
-  Pflegegeld für häusliche Pflege
-  Pflegesachleistungen für häusliche Pflege
-  Pflegehilfsmittel
-  Pflege bei Verhinderung einer Pflegeperson
-  teilstationäre Leistungen der Tages-/Nachtpflege
-  Kurzzeitpflege
-  zusätzliche Leistungen für Pflegebedürftige in ambulant betreuten Wohngruppen
-  wohnumfeldverbessernde Maßnahmen
-  Leistungen bei vollstationärer Pflege
-  Pflege in vollstationären Einrichtungen der Hilfe für behinderte Menschen
-  zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen
-  Übergangspflege für Menschen ohne Pflegegrad

Immer, wenn die Leistungen der Pflegeversicherung nicht ausreichen oder nicht möglich sind und ein Pflegebedarf gegeben ist, kann unter Berücksichtigung der sonstigen Leistungsvoraussetzungen Hilfe zur Pflege nach dem SGB XII erbracht werden !

Leistungen der Pflegeversicherung gibt es nur auf Antrag

Sie können nur dann Leistungen der Pflegeversicherung erhalten, wenn Sie bei Ihrer Pflegekasse einen entsprechenden Antrag stellen. Die Antragstellung können auch Familienangehörige oder eine sonstige Person für Sie übernehmen, wenn Sie diese dazu bevollmächtigen. Sobald der Antrag bei Ihrer Pflegekasse eingegangen ist, beauftragt diese den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK), ein Gutachten zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit zu erstellen.

Alles, was Sie zur Pflege wissen müssen, finden Sie auf den Seiten des  Bundesministeriums für Gesundheit.